Bluthochdruck


Obwohl Bluthochdruck (Hypertonie) zu den häufigsten chronischen Krankheiten zählt, wird er oftmals unterschätzt. Er ist ein grosser Risikofaktor bei der Entstehung von Schlaganfall, Herzinsuffizienz, akutem Herzinfarkt und Nierenschäden. Bei der Entstehung spielen Faktoren wie eine falsche Ernährungsweise, Stress und Bewegungsmangel eine Rolle. Die Neigung zu Bluthochdruck entwickelt sich meist erst zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr.

Das Tückische an Hypertonie ist, dass sie sich langsam entwickelt und man sie oft erst bemerkt, wenn bereits irreparable Schäden am Blutgefässsystem entstanden sind. Man geht von einer hohen Dunkelziffer aus!  20-30% der Betroffenen wissen nichts von ihrem chronischem Bluthochdruck.

Mit dem Optimalwert, einem systolischen Blutdruck von 120 mmHg, ist das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, nur halb so hoch wie mit einem systolischen Blutdruck von 140 mmHg. Bei einem wiederholten systolischen Ruheblutdruck über 160 mmHg und diastolischen Werten über 90 mmHg ist vor  Trainingsbeginn eine ärztliche Abklärung nötig.

Das geeignete Training

Dass sich Bewegung positiv auf den Blutdruck auswirkt, ist gut dokumentiert und in vielfältigen Studien nachgewiesen worden. Ein gering belastendes Ausdauertraining  in Kombination mit einem Krafttraining lösen folgende positiven Trainingseffekte aus:

-Beruhigung des Vegetativen Nervensystems --> erhöhte Stressresistenz
-Leistungsfähigere Muskulatur --> niedrigerer Puls bei gleicher Anstrengung
-Blutgefässe werden neu gebildet --> der periphere Widerstand sinkt
-Blutgefässe werden elastischer --> der periphere Widerstand sinkt
-Insulinsensitivität wird verbessert --> Zuckerüberschuss wird abgebaut

Untersuchungen zeigen, dass Testpersonen ihren Ruheblutdruck durch regelmässiges Training dauerhaft reduzieren. Dabei machen sich erste Erfolge relativ schnell bemerkbar. Drei Ausdauer- und zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche führten bereits nach nur 2 Wochen zu einer Abnahme von etwa 3.9 mmHh des systolischen Blutdrucks und etwa 2.6 mmHg des diastolischen Blutdrucks. Länger andauernde Bewegungsprogramme konnten den systolischen Blutdruck im Schnitt um etwa 7 mmHg und den diastolischen um etwa 5 mmHg senken. 

Eine intelligente Ernährung

Die meisten Zivilisationskrankheiten, zu denen auch der Bluthochdruck zählt, haben eine besondere Gemeinsamkeit - eine Schieflage des Zuckerstoffwechsels. Vor allem 'schlechte Kohlenhydrate und Zucker, welche den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen, führen zu einer Insulinresistenz und seinen vielfältigen negativen Folgen. (siehe Insulinresistenz) Schon ein Teelöffel Fruchtzucker lässt den Blutdruck ansteigen! Eine erfolgreiche Lösung liegt in einer Umstellung auf eine natürliche Ernährung. Natürlich bedeutet in diesem Sinne wie in den ursprünglichen Naturkulturen oder in den Dörfern der Hundertjährigen: weg mit schlechten Kohlenhydraten!

Achtung! Eine Trainingstherapie ersetzt keine bestehende Medikation! Informieren sie ihren Arzt über einen geplanten Trainingsbeginn. Eventuell müssen die Medikamente nach einer gewissen Zeit neu eingestellt werden.